Schwimmwindeln verschiedener Hersteller

Grosser Schwimmwindel-Test von www.mamaclever.de

 

Sommerzeit gleich Badezeit. Nur was soll das Baby im Schwimmbecken anziehen? Es gibt Einwegschwimmwindeln und solche, die wie Badehosen aussehen und wieder verwendbar sind. Mamaclever hat getestet, welche Schwimmwindeln besser sind –  und dabei einige Überraschungen erlebt.

Wenn das Baby ins Wasser soll, dann scheiden normale Windeln als Auslaufschutz aus: Sie saugen sich sofort mit Wasser voll, quellen auf und behindern das Kind in seiner Bewegungsfreiheit. Einfach nackt dürfen Babys zumindest in öffentlichen Schwimmbädern meist nicht ins Wasser. Und auch in privaten Pools ist es sicher nicht so lustig, wenn das Wasser rund ums Kind plötzlich trübe braun wird. Also müssen Schwimmwindeln her.

In Drogerie- und Supermärkten gibt es spezielle Schwimmwindeln in verschiedenen Grössen, je nach Gewicht des Kindes, zum Beispiel von Babylove (DM), Babydream (Rossmann) oder Swimmies (real, Globus, Rewe). Diese günstigeren Einwegschwimmwindeln haben eine Reissnaht, damit man sie leichter ausziehen kann – vor allem wenn das grosse Geschäft darin gelandet ist. Man muss allerdings ein bisschen aufpassen, dass sie nicht gleich beim Anziehen aufreissen. Teurere wie die von Huggies sind mit einem Klettverschluss versehen und lassen sich so leichter an- und ausziehen. Sie kosten pro Stück ab 50 Cent und sind damit erheblich teurer als die oben genannten Discountmarken, die ab 33 Cent pro Stück zu haben sind. Von Pampers gibt es in Deutschland und der Schweiz seit kurzem wieder Schwimmwindeln. Pampers Splashers.

Diese Schwimmwindeln sind für den einmaligen Gebrauch gedacht, man kann sie, wenn sie sauber geblieben sind und man sie nicht an der Seite aufgerissen hat, aber auch trocknen lassen und mehrmals verwenden.

Von wegen wasserdicht

Auf der Packung unserer Swimmies steht: „Schützt während des Spielens im Wasser dank eines speziellen Saugkerns, der nicht aufquillt.“ Für die Babylove Schwimmwindeln wird mit „Sicherer Auslaufschutz durch sehr elastische Materialien an Beinen, Bauch und Rücken“ geworben und bei Huggies heisst es „Little Swimmers Schwimmhöschen quellen im Wasser nicht auf und schützen vor grossen und kleinen Malheuren im Wasser.“ Wer nun allerdings glaubt, die Schwimmwindeln seien von innen nach aussen wasserdicht, der irrt. Das erste Mal bewusst wurde mir das, als ich meinen schwimmwindeltragenden Sohn am Strand auf dem Schoss hatte und es plötzlich warm an meinem Bein hinunterlief.

Schwimmwindeln sind in erster Linie dazu gedacht, zu verhindern, dass Stuhlgang ins Wasser gelangt. Es passiert zwar nur selten, dass Babys grosses Geschäft in der Windel landet, während es im Wasser ist, den der Wasserdruck ist zehnmal stärker als der Luftdruck und trägt so dazu bei, dass Babys nicht ins Wasser machen und der Stuhlreflex bei einem gesunden Baby verhindert das Ausscheiden von Stuhlgang bei Temperaturen von unter 35 Grad Celsius. Erst bei höheren Temperaturen entspannt sich der Schliessmuskel so stark, dass Stuhlgang ins Wasser abgegeben werden kann. (Quelle: Wasserbabies.de) Manchmal passiert es aber doch und dann kann eine Schwimmwindel eine kurze Zeit lang verhindern, dass Kot ins Wasser gelangt. Das gilt aber nur dann, wenn sie am Po nicht zu eng sitzt und an den Beinen sehr eng abschliesst. Für Durchfall gilt das natürlich in viel geringerem Masse! In jedem Fall sollte man häufiger in die Windel schauen und sie im Fall des Falles umgehend ausserhalb des Beckens wechseln.

 

Waschbare Schwimmwindeln als Alternative

Wenn also Einwegschwimmwindeln nicht wasserdicht sind, dann kann man wohl genauso gut welche aus Stoff benutzen, die man waschen und mehrmals verwenden kann, dachte sich Mamaclever. Die sind zwar in der Anschaffung teurer (ca. 8-15 Euro), rechnen sich aber schon, wenn man 25-mal Schwimmen geht. Vor allem im Urlaub, wenn das Kind täglich mehrmals im Wasser ist, lohnen sie sich schnell. Und sie sparen Platz im Koffer und sind natürlich auch viel umweltverträglicher als die Wegwerfwindeln.

Der Onlineshop Tausendkind hat uns eine Badehose von Sterntaler mit eingenähter Windelhose kostenlos zur Verfügung stellt. Zusätzlich habe ich für 15 Euro eine Schwimmwindel der Marke iPlay*gekauft und ein No-Name-Badehosen-Modell auf dem Flohmarkt erstanden.

Alle Modelle haben an den Beinen und am Bauch Gummizüge. Die iPlay-Windel ist dicker als alle anderen und hat eine Vliesschicht. Die Sterntaler-Hose besteht aus einer Aussssenschicht und einer Innenhose, die fest miteinander vernäht sind, die No-Name-Hose ebenfalls.

Der Wasserdichte-Test

Und weil Mamaclever genau wissen wollte, wie dicht die einzelnen Modelle sind, hat sie einen kleinen Versuch gemacht. In die Einwegschwimmwindel und die drei mehrfach verwendbaren Windelbadehosen wurde mit einer Spritze Wasser geträufelt. Das Saugvlies der Einwegschwimmwindel konnte 40 Milliliter aufnehmen, danach lief die Schwimmwindel an den Beinen aus. Die äussere Schicht der Schwimmwindel blieb dagegen ziemlich lange trocken. Das gleiche Ergebnis bei der iPlay: Sie saugt kleinere Mengen Urin also ebenso gut auf wie eine Einwegwindel und bleibt aussen sehr, sehr lange trocken.

Anders die Sterntaler-Badehose: Nach nicht mal 10 Millilitern tropfte es an den Beinen, man merkt einfach, dass die Schwimmwindel keine Saugschicht hat, und wo soll das Wasser auch hin? Der Stoff scheint aber durchaus ein bisschen wasserabweisend zu sein. Anders bei der No-Name-Badehose: Hier tropfte es sofort raus, und zwar nicht nur an den Beinlöchern, sondern auch durch den Stoff.

Fazit: Keine der getesteten Schwimmwindeln verhindert vollständig, dass Urin rausläuft und meines Wissens nach gibt es auch keine andere Schwimmwindel, die das kann. Einwegschwimmwindeln und die iPlay-Schwimmwindel sowie andere Modelle, die über eine saugfähige Schicht verfügen, fangen aber kleinere Mengen Urin auf, das Kind tropft also nicht sofort, wenn es pinkelt.

Stuhlgang halten wohl alle Modelle zurück, die an den Beinen eng abschliessen und am Po genügend Platz für das grosse Geschäft lassen. Ist der Stoff zumindest wasserabweisend ist wohl ein besserer Schutz gegeben als bei einer normalen Badehose, wo es schnell durchläuft.

Mein Sohn hatte im letzten Urlaub häufig die iPlay-Schwimmwindel an, die auch einen UV-Schutz von 50 hat. Sie hat allerdings einen kleinen Nachteil: Durch das Vlies trocknet sie relativ langsam. Es empfiehlt sich, eine zweite Badehose bzw. Schwimmwindel dabei zu haben.


Neben Schwimmwindeln, die wie Höschen an- und ausgezogen werden, gibt es auch Modelle, die man mit Druckknöpfen, Bändern oder Klettverschlüssen seitlich öffnen kann, was das An- und Ausziehen erleichtert, vor allem, wenn mal was drin ist.

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